Hefe
Nach wie vor
gilt der Spruch: "Der Brauer macht den Sud, die Hefe
das Bier". Dem enstprechend ist dies auch ein wichtiges Kapitel
für den Hausbrauer.
Weil die Hefe
erst im Jahre 1881 durch den dänischen Chemiker Emil
Christian Hansen isoliert und kultiviert werden konnte, ist diese auch
nicht im Reinheitsgebot erwähnt.
Es war bloss
bekannt, das in den Bäckerreistuben die beste
Biervergärung gelang, aber nicht warum. Meisten wurde das Bier
durch irgendwelche in der Luft schwebenden wilden Hefen vergärt,
mit dementsprechenen Ergebniss. Dies zeigt aber auch, dass der Sud nach
dem Kochen vorsichtig in Bezug auf Infektionen zu behandeln ist.
Was ist Hefe und
wozu braucht es die Hefe überhaupt?
Bei der Hefe
handelt es sich um einzellige Organismen aus der Gruppe
der Sprossspilzen, die überall in der Luft vorhanden sind. Die von
den Hefezellen gebildeten Enzyme bewirken, dass der vergärbare
Malzzucker zu je 50% in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt wird.
Dazu werden auch eine Vielzahl von Aromen gebildet. Im weiteren werden
auch Geschamck, Geruch, Vollmundigkeit, Bittere und
Schaumeingenschaften durch die Hefe und den Gärprozess
beeinflusst. Sie sehen, die Hefe macht das Bier.
Wir
unterscheinden zwischen ober- und untergäriger Hefe. Beide
gibt es sowohl als trocken wie auch als flüssige Hefe zu kaufen.
Die untergärigen Biere sind als Lager bekannt, die
obergärigen werden Ale genannt. Wichtig für die beiden
Hefearten ist die Gärtemperatur. Obergärig ist geeignet von
15° - 25°, allerding sollte die Temperatur nicht allzuhoch
gehalten werden. Untergärige Hefe benötigt Temperaturen von
4° - 14°. Weil diese Temperaturen möglicht konstannt
gehalten werden sollten, ist es für den Hausbrauer aufwendiger
untergärige Hefe einzusetzen.
Welche
Hefesorten gibt es?
Flüssighefen
gibt es von der Firma WYEAST in luftdicht
verschweissten Päckchen zu 50 Mililiter und sind im
Kühlschrank min. ein halbes Jahr haltbar. Es gibt min. 50
verschieden Sorten. z.B.
3068
Weihenstephan Weizen, 1084 Irish Ale, 2565 Kölsch etc. etc.
Das ganze aktuelle Sortiment kann unter www.wyeastlab.com online
angeschaut werden.
Trockenhefen
gibt es ebenfalls in kleinen Päckchen zu kaufen
für verschiede Biertypen.
Hefe ernten. Man
kann auch aus dem Gärfass die Hefe ernten, im
Kühlschrank aufbewahren (mehrere Wochen sind möglich) und
beim nächsten Sud wieder verwenden. Dies funktioniert sehr gut,
der Biertyp muss natürlich der gleiche sein.
Gen-Hefe. Wenn
man sich ein wenig im Internet um dieses Thema
bemüht,
kann einem richtig übel werden. Was sich die Industrie hier
erlaubt,
hat mit Bier und Natur überhaupt nichts mehr zu tun.
Hefe-Gen-Puzzle,
Enzym-Cocktail, etc.
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